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Restaurantkritiken für Hamburg und die
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Ristorante Sardegna Paolino
Ein Billig-Italiener ist er nicht, der Paolino. Und auch der Umzug vom alten Alsterstandort mit seinem kolossalem Ausblick an den neuen Platz mit regelmäßigem U-Bahn-Gerumpel im Ohr und Hauptverkehrsstraße vor dem Auge hat die Preise nicht gedrückt. Dafür sitzt man in einem gepflegt eingerichteten Restaurant und bekommt - mittags sogar ohne lange Wartezeiten - italienische Speisen gehobener Qualität serviert. Der Preis für den offenen roten Hauswein liegt mit 4,50 Euro im Normalbereich, der für die kleine Pellegrino mit 2,- Euro ebenso. Seltsame Kunstwerke hängen an den Wänden, eines der Gemälde zeigt einen Vogel, der einen Menschenkopf vollkackt. Vermutlich ist das irgendwie symbolisch gemeint. Es gibt aber auch Fotos von Stars, die früher das alte 'Paolino' besucht haben.
Mit ausgesuchter Qualität überzeugte als Vorspeise das Vitello Tonato, makelloses, hauchdünn geschnittenes Fleisch unter einer extrem feinen und cremigen Thunfischsauce. Einfach ein Gedicht, möchte man sagen, wenngleich für 11,- Euro eine Spur mehr Deko als die fünf Radieschenscheiben und zwei Olivenöltropfen auf dem Tellerrand angemessen gewesen wäre:
Laut Auskunft des Genusspapstes sollen auch die rosa gebratenen Kalbsnierchen in Senfsauce sehr empfehlenswert sein!
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